Um jemanden mit Ihren Fähigkeiten um Hilfe zu bitten, bedarf es einer großen Portion an Glauben, Vertrauen und Hoffnung.

Ja ich gebe Ihnen Recht, das Hoffnung mit die größte Kraft ist, deswegen mache ich in meinen Gesprächen auch immer Hoffnung, denn das ist wichtig fürs Durchhalten.

Jedoch ist es nicht auch schon sooft vergeblich gewesen, die Suche der Polzei und der Freiwilligen? Man hat die Kinder auch nicht gefunden. Wenn es keine Hoffnung mehr gäbe, würde niemand mehr suchen. Die Hoffnung ist aber immer da, die vermisste Person zu finden, wie und wo steht auf einem anderen Blatt.

Ich gehe damit sehr verantwortungsvoll um. Ich war leider selber durch das Schicksal gezwungen die Erfahrung zu machen, wie es ist, dass eigene Kind zu vermissen, es war zwar nur von früh bis spät am Abend 23 Uhr, aber das hatte mir damals schon gereicht. Die Ungewissheit ist das Schlimmste. ch wollte jedoch auch wissen, wo ist mein Kind, geht es meinem Kind gut, hat es genug zu trinken und zu essen? Diese Fragen beschäftigen einen.

Am Schlimmsten war es, wenn es dunkel wurde. Und ja, vielleicht kann man in ein Loch fallen, wenn durch eine Sehung der vermisste nicht gefunden werden sollte, das ist jedoch aber auch der Fall bei den Polizeisuchaktionen, die nichts brachten und wenn man gar nichts tut und nur zu Hause wartet, das zermürbt einen. Die ganze Situation ist das Krasseste, was man erfahren kann.

Diese Menschen die eine Person vermissen brauchen auch ganz viel Alltag und Normalität.

Glauben braucht man dazu nicht, meine Gabe funktioniert auch ohne Glauben, sie funktioniert auch ohne Hoffnung, was jedoch benötigt wird ist Vertrauen, damit sich die angehörige Person mit der ich spreche entspannt ist.

 

Natürlich unterscheidet sich die Arbeit der Polizei von meiner Arbeit gravierend. Jedoch nur weil etwas nicht greifbar ist ( z. B. Strom, Luft) heisst es nicht, das es das nicht gibt. Ich selbst bin ein Skeptiker und habe irgendwann angefangen die Fälle zu dokumentieren. 16 Fälle von denen ich weiss, wurden dort gefunden, wie ich es Tage oder Wochen vorher beschrieben habe. Es gibt natürlich auch Fälle, da findet man die Personen gar nicht (Meer, unter Beton), das ist jedoch normal in der Vermisstenstatistik, nicht nur bei Hellsehern.

Die Betreuung der Angehörigen ist sehr wichtig, jedoch weiss ich, das viele nicht auf Dauer betreut werden, die habe ich am Telefon aufgepäppelt und immer wieder Kraft gegeben.

Kann ein Mißerfolg die Angehörigen noch tiefer in ein Loch ziehen?

Ehrlich sitzen sie doch schon in einem „Loch“. Und das ist sehr schlimm diese Ungewissheit, das ist das Schlimmste was man sich vorstellen kann. Ich wünsche mir jedesmal ich könnte mehr tun. Aber immerhin ein wenig kann ich dazu beitragen.

Share Button

Schreib einen Kommentar